Ötztaler Radmarathon

Der  Ötztaler Radmarathon am 27.08.2017 stand heuer unter dem Motto: "Paarlauf am Timmelsjoch".

Vielen ist wohl die inoffizielle Amateur Weltmeisterschaft im Radsport bekannt. Dabei erwartet die Sportler nicht weniger als 238km mit rund 5500hm. Für unsere Dame "Andrea Schwarz-Stegherr" stand im Herbst letzten Jahres fest, ich wage mich gemeinsam mit meinem Mann "Josef Stegherr" (Teammitglied und Sponsor, "HNO-Zentrum Landsberg") an das Extrem-Projekt. Dabei musste "Andrea", die sonst eher auf Kurz -bis- Mitteldistanzen in der Radmarathon Szene unterwegs ist, den Trainingsumfang steigern und den Fokus auf Höhenmeter richten. Bis Ende Mai lief alles perfekt nach Plan. Unsere zwei Sportler trainierten gemeinsam und näherten sich mit einigen gelungenen Ergebnissen im Vorfeld ihrem Hauptprojekt 2017. Ende Mai dann der Schock. "Josef", der "Andrea" auf Ihren Strapazen begleiten sollte, zog sich im Training einen Oberschenkelhalsbruch zu und der Ötztaler Radmarathon 2017 stand von jetzt auf gleich auf Messers Schneide. Geplant war "Andrea" so gut wie möglich über das Rennen zu begleiten. Sie mit Essen und Trinken auf der Strecke zu versorgen, um keine Zeit an den Raststationen zu verlieren. Doch "Josef" erholte sich gut von seiner Verletzung und entschied kurzfristig seine Frau beim Ötztaler aktiv auf der Strecke zu unterstützen. Das machte sich dann mit einer hervorragenden Zeit von "Andrea" bezahlt, die Ihre Ötztaler Radmarathon Premiere mit einer Zeit von 10:07:12  bewältigte. Dabei sei erwähnt, dass ein Platten "Andrea" an einem Podiumsplatz hinderte. Kurz vor der "Jaufenpasshöhe" ein Plattfuß. Der absolute Albtraum. Die Wunschzeit von 09:45 auf einmal in weiter Ferne. Hektik brach aus, denn "Andrea" fuhr Schlauchreifen die geklebt werden müssen. Und das dauert. Beide mental schon auf dem Tripp: "Das war es dann wohl." Doch der Blick nach oben ließ beide nochmals neue Hoffnung schnuppern. Eine Rad-Service Station vom Veranstalter. Dort angekommen tauschten diese das defekte Rad so schnell wie möglich und unsere zwei Piloten konnten mit ca. 20 Minuten Zeitverlust das Rennen fortführen. Diese Zeiteinbuße natürlich nicht mehr aufholbar. Doch die beiden konnten Ihr Projekt überglücklich nach 10:07 im Sattel beenden. Hierbei sei auch erwähnt, dass es keine Selbstverständlichkeit ist, nach einem Oberschenkelhalsbruch den Ötztaler Radmarathon als erneuten Einstieg in die Radmarathon Saison zu wählen. Doch Wille und Mut machten es möglich. Nun blicken unsere beiden Radler mit Freude in die Zukunft und planen schon den Ötztaler Radmarathon 2018.

 

Andrea Schwarz-Stegherr:

Altersklasse:

Platz: 8

Overall:

Platz: 71 → Zeit: 10:07:12,1 → Schnitt: 22,470

 

Josef Stegherr:

Altersklasse:

Platz: 321

Overall:

Platz: 1724 → Zeit: 10:07.14,2 → Schnitt: 22,468