EZF Mörbisch & Neusiedler See Radmarathon

Es folgt ein Rennbericht, verfasst von unserem Teamfahrer Josef, der am vergangenen Wochenende zusammen mit Andrea in Mörbisch beim Neusiedler See Radmarathon an den Start ging.

Wie im letzten Jahr bildete der Neusiedlersee Radmarathon für uns auch heuer wieder den Auftakt in die Rennsaison.
Nachdem wir vergangenes Jahr an dem, 1 Tag vor dem Neusiedlersee Radmarathon stattfindenden, Paarzeitfahren erfolgreich teilgenommen hatten und Andrea am Folgetag auf der Marathonstrecke entscheidende Kraftreserven fehlten, entschloss sie sich diesmal, den Fokus komplett auf die Marathondistanz zu legen und das Paarzeitfahren auszulassen.
Dementsprechend entschlossen ging sie am 28.04.2019 in Mörbisch am Neusiedlersee auch an den Start. Die Strecke ist ihr ja inzwischen bestens vertraut. Nach einem steilen Anstieg mit Steigungen von bis zu 12% gleich zu Beginn verläuft die Strecke eher flach, wobei der See gegen den Uhrzeigersinn einmal umrundet wird. Insgesamt sind 125 km bei 600 hm zurückzulegen. Die besondere Herausforderung besteht in dem in dieser Region vorherrschenden starken Wind, am Renntag mit Böen bis 65km/h.
Nachdem der Anstieg gleichmäßig kraftvoll bewältigt war, hieß es nach einer kurzen Abfahrt eine gut funktionierende Gruppe zu erwischen, was uns als Team auch rasch gelang. In dieser Gruppe vertreten war auch Andrea‘s Hauptkonkurrentin um den Tagessieg in der Altersklasse.
Diese versuchte mehrfach, sich mithilfe eines Windschattengebers von der Gruppe abzusetzen. Aber Andrea war sehr aufmerksam und konnte alle Attacken problemlos parieren. An einem etwas längeren Anstieg, etwa 10 km vor dem Ziel, startete Andrea ihrerseits einen Angriff, konnte sich auch etwa 100 Meter absetzen, wurde aber in der darauffolgenden Abfahrt wieder eingeholt.
Also musste die Entscheidung zwischen den beiden im Zielsprint herbeigeführt werden, wobei es sich um eine technisch schwierige Zieleinfahrt handelt, mit zwei 90 Grad Kurven bevor es auf die knapp 500 Meter lange Zielgerade geht.
Andrea attackierte bereits vor der ersten rechtwinkligen Kurve und konnte mit diesem sehr langen Sprint auf den dann schier endlos lang erscheinenden letzten Metern den Sieg in Ihrer Altersklasse mit einem Vorsprung von knapp 3 Sekunden! sichern.
Insofern dürfte sich der Verzicht auf den Start beim Paarzeitfahren gelohnt haben. Denn ob dieser entscheidende Kraftakt am Ende des Radmarathons sonst möglich gewesen wäre, ist ungewiss.

Nachdem mein Einsatz beim Paarzeitfahren am Vortag gestrichen war, entschied ich mich, zum ersten Mal überhaupt, an einem flachen Einzelzeitfahren an den Start zu gehen ( 20km/180 Höhenmeter).
Gestartet wurde im 30 Sekunden-Takt. Die Strecke beginnt mit einem steilen, 2 km langen Anstieg, verläuft dann überwiegend flach und endet mit einem etwa 500 Meter langen Schlussanstieg. Die große Herausforderung war auch hier der starke, böige Wind um 55km/h.
Ich versuchte, am ersten Anstieg nicht zu überziehen und auch in den flachen Abschnitten gegen den Wind möglichst gleichmäßig Druck auf die Pedale zu bringen, am Schlussanstieg dann nochmal alle verfügbaren Kräfte zu mobilisieren. Nach 33:19.6 Minuten und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 36,0km/h war ich dann im Ziel.
Dass diese Taktik einigermaßen erfolgreich sein würde, merkte ich schon auf der Strecke, da ich mehrere vor mir gestartete Teilnehmer überholen konnte. Dass es dann aber zum Sieg in der Altersklasse reichen würde, kam dann doch etwas überraschend.

 

 EZF Mörbisch

Josef Stegherr:

Altersklasse:

Platz: 1

Overall:

Platz: 15 → Zeit: 00:33:19.6

 

Neusiedler See Radmarathon

Andrea Schwarz-Stegherr:

Altersklasse:

Platz: 1

Overall:

Platz: 327 → Zeit: 04:01:55.5

 

Josef Stegherr:

Altersklasse:

Platz: 60

Overall:

Platz: 328 → 327 Zeit: 04:01:55.7