Bis dahin lief alles nach Plan, doch mit dem legendären Anstieg nach Brandenberg stand der härteste Teil des Tages bevor. Innerhalb von 3,5 Kilometern mussten 400 Höhenmeter bewältigt werden, und hier machte sich die fehlende Rennhärte nach der Pause bemerkbar. Nach knapp zwei Stunden Rennzeit fehlte Annika muskulär die Kraft, um das Tempo der Spitzengruppe zu halten, und sie musste abreißen lassen. In der Abfahrt und am Gegenanstieg nach Maurach kämpfte sie jedoch weiter, suchte Anschluss an andere Fahrer und formierte eine neue Gruppe für den Rückweg. Diese lief zunächst nicht ideal, und so schloss rund 15 Kilometer vor dem Ziel eine weitere Gruppe auf, in der auch eine Konkurrentin mit Helfer vertreten war. Am letzten Anstieg nach Angerberg versuchte Annika nochmals mit einer Attacke eine Selektion zu erreichen, konnte das Feld aber nicht entscheidend sprengen.
So rollte eine große Gruppe von rund 20 Fahrerinnen und Fahrern gemeinsam über den engen, etwas unübersichtlichen Radweg zurück nach Kufstein. In dem hektischen Finale entschied sich Annika bewusst, kein Risiko einzugehen und verzichtete auf den chaotischen Sprint um die Platzierungen. Am Ende erreichte sie einen soliden Platz im Vorderfeld und konnte das Rennen als gelungenes Training verbuchen. Vor allem aber nahm sie den perfekten Trainingsreiz für die anstehenden Fokusrennen in den kommenden Wochen mit.
Mit dieser kämpferischen Leistung bewies Annika einmal mehr ihre Stärke, ihr taktisches Gespür und ihre Entschlossenheit. Gratulation zu einem gelungenen Auftritt beim Kufsteinerland Radmarathon!
Annika
120 km | 1800 hm
03:29:18,8
Overall: 6 | AK: 4
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