Bereits am frühen Morgen zeigte sich Österreichs bekanntestes Bergrennen von seiner rauen Seite. Nasse Straßen, leichter Regen und tiefe Wolken begleiteten die rund 3.000 Teilnehmer aus mehr als 30 Nationen auf den ersten Kilometern. Doch je höher sich das Fahrerfeld Richtung Großglockner schraubte, desto freundlicher wurde das Wetter. Die Wolkendecke riss auf, die Sonne kam hervor und gab den Blick auf eine Kulisse frei, die dem Mythos Glocknerkönig einmal mehr gerecht wurde. Von Beginn an wurde ein enorm hohes Tempo angeschlagen. Vor allem auf den schnellen Passagen im unteren Streckenabschnitt zog sich das Feld früh auseinander. Im ersten Anstieg folgten die ersten Attacken, immer wieder angeführt von René Pammer, der das Rennen aktiv gestaltete und die Favoritengruppe kontinuierlich verkleinerte. Als Pammer unmittelbar nach der Mautstation seine nächste Tempoverschärfung setzte, entstand die erste entscheidende Rennsituation. Während sich der Österreicher leicht lösen konnte, fand sich Quirin gemeinsam mit Simon Oppel und Frederic Niessen in einer dreiköpfigen Verfolgergruppe wieder. Doch bereits zu diesem Zeitpunkt zeigte sich, dass unser IMPULS-Pilot an diesem Tag über außergewöhnlich gute Beine verfügte.
Während viele Fahrer dem hohen Anfangstempo Tribut zollen mussten, fuhr Quirin von Beginn an sein eigenes Rennen. Konzentriert, kontrolliert und mit dem Vertrauen in die eigene Stärke. Die Lücke zu Pammer pendelte über viele Kilometer hinweg konstant zwischen 50 und 100 Metern. Ein Abstand, der groß genug war, um Geduld zu verlangen, aber klein genug, um den Führenden nie aus den Augen zu verlieren. Gemeinsam mit den beiden Konkurreten arbeitete Quirin zunächst daran, den Rückstand stabil zu halten. Gleichzeitig setzte er immer wieder kleine Tempoverschärfungen, die seine Begleiter zunehmend unter Druck brachten. Im mittleren Rennabschnitt gelang schließlich die Selektion. Quirin konnte sich von seinen letzten Begleitern lösen und nahm die Verfolgung allein auf.
Während das Rennen langsam, aber sicher in seine entscheidende Phase ging, fühlte sich unser Athlet weiterhin stark. „Selbst nach einer Stunde Rennen drehten die Beine noch richtig gut“, blickte Quirin später zurück. Genau dieser Umstand sollte den Unterschied machen. Während andere Fahrer mit zunehmender Renndauer an ihre Grenzen kamen, konnte Quirin seine Leistung über die gesamte Distanz nahezu konstant abrufen. Keine Schwächephase, kein Einbruch, kein Moment des Zweifelns. Stattdessen fuhr er seinen Rhythmus, Kurve für Kurve, Kehre für Kehre. Der Abstand zu Pammer blieb vorerst noch kontrolliert bestehen, doch an der Abzweigung zur Edelweißspitze war die Lücke schließlich geschlossen.
Quirin hatte sein Pulver aber noch längst nicht verschossen. Kaum hatte er das Hinterrad von Pammer erreicht, setzte er zum entscheidenden Angriff an. Nicht aufgrund Nervosität, sondern aus einer Position der Stärke. Weil die Beine es zuließen. Weil die Renneinteilung perfekt aufgegangen war. Weil er an diesem Tag schlicht der stärkste Fahrer am Berg war. Mit jedem weiteren Höhenmeter vergrößerte sich der Abstand. Dort, wo viele Fahrer nur noch verwalten, konnte unser IMPULS-Pilot noch einmal beschleunigen.
Allein an der Spitze kämpfte er sich durch die letzten Kehren der Großglockner Hochalpenstraße und überquerte schließlich als Sieger die Ziellinie. Ein besonderer Moment. Nicht nur aufgrund des Sieges selbst, sondern auch aufgrund dessen, was wenige Minuten später offiziell wurde. Mit seiner beeindruckenden Fahrt sicherte sich Quirin nicht nur den Gesamtsieg vor einem hochklassig besetzten internationalen Teilnehmerfeld. Gleichzeitig pulverisierte er den bisherigen Streckenrekord und verbesserte eine Bestmarke, die unglaubliche 21 Jahre Bestand gehabt hatte. „Allein über die Ziellinie zu fahren, war ein ganz besonderer Moment. Noch schöner war es, wenig später meine Freundin: „Saskia“ oben in Empfang zu nehmen“, berichtete Quirin nach dem Rennen. Nur eine Woche zuvor hatte Simon Oppel noch zu seinen größten Konkurrenten gezählt. Am Großglockner arbeiteten beide zwischenzeitlich gemeinsam daran, die Lücke zu René Pammer zu schließen. „Das war ein sportlicher Schlagabtausch, den ich sehr genossen habe. Letzte Woche noch Gegner, dieses Mal zeitweise Verbündete – genau das macht unseren Sport aus.“
Für uns als Radteam IMPULS ist dieser Erfolg nur schwer in Worte zu fassen. Natürlich erfüllt uns der Sieg mit Stolz. Noch beeindruckender ist jedoch die Art und Weise, wie er zustande gekommen ist. Quirin hat an diesem Tag eindrucksvoll gezeigt, was ihn derzeit auszeichnet: außergewöhnliche Konstanz, taktisches Geschick, mentale Stärke und die Fähigkeit, selbst auf den härtesten Anstiegen Europas immer noch eine Antwort mehr zu haben als die Konkurrenz. Wer die vergangenen Wochen verfolgt hat, konnte bereits erahnen, in welch herausragender Form sich unser Athlet befindet. Mit seinem Sieg am Großglockner hat er diese Entwicklung nun eindrucksvoll unterstrichen. Gegen eines der stärksten Starterfelder der vergangenen Jahre gewann unser IMPULS-Pilot nicht nur den Glocknerkönig. Er schrieb zugleich ein weiteres Kapitel seiner persönlichen Erfolgsgeschichte.
Und vielleicht beschreibt genau das diesen Tag am besten:
Während über dem Großglockner die Wolken aufzogen und schließlich der Sonne wichen, fuhr auch Quirin seinem größten Triumph entgegen – kontrolliert, entschlossen und am Ende völlig verdient!
Quirin
27,3 km | 1672 hm
1:14:17,3
Overall: 1 | AK: 1






















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