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MTB MARATHON PFRONTEN

Einer der bekanntesten und anspruchsvollsten MTB-Marathons der Region stand am vergangenen Samstag für unsere beiden IMPULS-Piloten Sebastian und Christoph auf dem Programm. Auf unterschiedlichen Distanzen, aber mit dem gleichen Ziel vor Augen, gingen beide Athleten in Pfronten an den Start: die eigenen Grenzen auszuloten und auf den anspruchsvollen Trails und Anstiegen der Allgäuer Bergwelt das Maximum aus den Beinen herauszuholen.

 

Für Christoph wartete die Extremstrecke mit ihren zahlreichen Höhenmetern und technisch anspruchsvollen Passagen. Vom Leonhardsplatz führte die Route zunächst entlang der Vilstalstraße zum ersten großen Prüfstein des Tages, dem nordseitigen Anstieg auf den Breitenberg. Von dort ging es vorbei an Hochalpütte und Breitenbergbahn bis auf rund 1.670 Meter Höhe, ehe die erste Abfahrt ins Achtal folgte. Über Edelsberg, Bärenmoos und eine zweite Auffahrt auf den Breitenberg führte der Weg schließlich zurück nach Pfronten.

 

Bereits unmittelbar nach dem Start wurde ein hohes Tempo angeschlagen. Anders als in den Vorjahren ging Christoph den ersten Anstieg bewusst etwas kontrollierter an. Sein Ziel war es, gemeinsam mit einer Gruppe den Gipfelbereich zu erreichen und die Kräfte sinnvoll einzuteilen. Auf dem finalen technischen Steilstück lösten sich die Gruppen jedoch zunehmend auf und jeder Fahrer war auf sich allein gestellt. Nach einer zunächst einsamen Abfahrt und einem längeren Flachstück gelang es ihm kurz vor dem Anstieg zum Edelsberg, wieder zu einer kleinen Gruppe aufzuschließen. Lange Bestand hatte diese jedoch nicht. Im Anstieg fand Christoph schnell seinen Rhythmus, setzte sich kontinuierlich ab und konnte die folgende Abfahrt kontrolliert angehen.

 

Für einen der ungewöhnlicheren Momente des Tages sorgten gleich zwei Kuhherden, die sich auf der Strecke breitgemacht hatten und deutlich mehr Aufmerksamkeit verlangten als so mancher Trail. Nach einem kurzen Stopp zum Auffüllen der Trinkflasche schlossen zwei Konkurrenten noch einmal auf, wurden am anschließenden Anstieg Richtung Himmelreich jedoch erneut distanziert. Richtig anspruchsvoll präsentierte sich anschließend die Abfahrt ins Achtal. Durch die starken Regenfälle der vergangenen Zeit hatte sich die Strecke stellenweise in ein Bachbett verwandelt, eine ideale Linie war kaum auszumachen. Eine kleine Kollision mit einem unaufmerksamen Teilnehmer der kürzeren Distanz sorgte wenig später für zusätzlichen Adrenalinschub, blieb jedoch glücklicherweise ohne Folgen.

 

Auf der zweiten Auffahrt zum Breitenberg zeigte unser IMPULS-Pilot nochmals seine ganze Stärke. Mit konstant hohem Tempo arbeitete er sich die rund 800 Höhenmeter hinauf und konnte einen weiteren Konkurrenten stellen. Selbst auf den letzten technischen Passagen gelang noch ein wichtiges Überholmanöver, bevor die letzten Kilometer mit starkem Gegenwind noch einmal alles an Willenskraft forderten. Im Ziel durfte sich Christoph über einen hervorragenden 10. Platz im Gesamtklassement freuen. Angesichts des hochklassig besetzten Teilnehmerfeldes im Rahmen der Bayerischen Meisterschaft ist dieses Ergebnis besonders hoch einzuschätzen. Zudem sicherte er sich souverän den Sieg in der Altersklasse M40.

 

Sebastian stellte sich der Marathondistanz, die vom Leonhardsplatz über Edelsberg, Bärenmoosalpe und Breitenberg zurück ins Ziel führte. Lange Anstiege, schnelle Forstwege, abwechslungsreiche Trails und zahlreiche Höhenmeter machten die Strecke zu einer echten Herausforderung. Für unseren IMPULS-Piloten stand dabei nicht nur das Rennergebnis im Vordergrund. Nach einer von privaten Verpflichtungen geprägten Saison mit deutlich weniger Trainingsumfang als gewohnt bedeutete der Start vor allem die Rückkehr ins Renngeschehen. Entsprechend groß war die Freude, wieder das Trikot des Radteam IMPULS bei einem MTB-Rennen präsentieren zu können. Das Rennen verlief zunächst vielversprechend, ehe nach rund 30 Kilometern ein Reifenschaden sämtliche Ambitionen auf eine Platzierung im Bereich des eigentlichen Leistungsvermögens zunichtemachte. Rund 17 Minuten kostete die Reparatur und damit jede Chance auf ein Top-Ergebnis. Doch Aufgeben war keine Option. Stattdessen richtete Sebastian den Blick nach vorne und machte das Beste aus den verbleibenden Rennkilometern. Mit jedem überholten Fahrer kehrte die Motivation zurück, der Spaß am Rennen wuchs und die Aufholjagd entwickelte sich zu einer echten Erfolgsgeschichte. Besonders erfreulich: Trotz der langen Standzeit fiel die reine Fahrzeit am Ende sogar schneller aus als im Vorjahr. Damit wurde der MTB-Marathon nicht nur zu einem wertvollen Formtest, sondern auch zu einem wichtigen persönlichen Erfolgserlebnis. Die Unterstützung seiner mitgereisten Familie rundete einen Tag ab, der trotz des Rückschlags viele positive Eindrücke hinterließ.

 

Aus unserer Sicht fällt das Fazit entsprechend positiv aus. Es war großartig, Sebastian wieder an einer Startlinie im MTB-Sport zu sehen und seinen ungebrochenen Kampfgeist zu erleben. Gleichzeitig bestätigt Christoph mit seinem Top-Ten-Ergebnis und dem Sieg in der Altersklasse eindrucksvoll seine starke Form. Beide Auftritte zeigen einmal mehr, was unseren Sport ausmacht: Leidenschaft, Durchhaltevermögen und die Bereitschaft, sich jeder Herausforderung zu stellen – ganz gleich, welche Hindernisse unterwegs warten.


Christoph

Sebastian

76 km | 2600 hm

51 km | 1900 hm

03:45:45 

03:00:16

Overall: 10 | AK: 1

Overall: 49 | AK: 16



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