· 

MONDSEE RADMARATHON

Der Mondsee 5-Seen Radmarathon machte seinem Ruf auch 2026 wieder alle Ehre. Auf der 200 Kilometer langen Königsdistanz warteten knapp 2.500 Höhenmeter, die legendäre Auffahrt zur Postalm, der Pass Gschütt und zahlreiche giftige Wellen durch das Salzkammergut. Dazu Temperaturen von bis zu 35 Grad, die den Renntag für viele Teilnehmer zu einer echten Belastungsprobe machten. Für das Radteam IMPULS stellten sich Thomas und Annika der Tour A – und beide überzeugten mit starken Leistungen auf unterschiedlichste Weise.

 

Bereits an der Postalm fiel die erste größere Vorentscheidung des Tages. Während sich das Feld am längsten Anstieg der Strecke zunehmend auseinanderzog, gelang Thomas der Sprung in eine rund zwölf Fahrer starke Gruppe. Ein entscheidender Moment, denn auf den folgenden Kilometern wartete vor allem eines: Gegenwind. Umso wichtiger war eine funktionierende Gruppe. Anders als bei vielen Marathons üblich wurde die Führungsarbeit fair verteilt, wodurch ein hohes Tempo über weite Teile des Rennens gehalten werden konnte. Trotz der Belastungen des SuperGiro Dolomiti in der Vorwoche fühlte sich Thomas den gesamten Tag über stark, die Leistungswerte passten und die Beine lieferten genau das, was für ein gutes Ergebnis notwendig war.

 

Auch Annika erwischte einen starken Renntag. Dank des separaten Damenstartblocks verlief die Anfangsphase kontrolliert und ohne unnötigen Stress. Bis zur Postalm konnte sie sich in den vorderen Positionen behaupten, ehe sie den Schlüsselanstieg entsprechend ihres aktuellen Leistungsstandes dosiert absolvierte. Nach einer gesundheitlich schwierigen Vorbereitung lag der Fokus darauf, das Rennen intelligent einzuteilen und auf den verbleibenden 130 Kilometern möglichst effizient unterwegs zu sein.

 

Was folgte, war ein echter Marathon-Tag. Die Hitze brannte erbarmungslos auf den Asphalt, die Verpflegung wurde zunehmend zum limitierenden Faktor und das Rennen entwickelte sich mehr und mehr zu einem Kampf gegen die Elemente. Während Thomas in seiner Gruppe Kilometer für Kilometer Richtung Mondsee spulte, arbeitete sich auch Annika immer wieder in starke Gruppen hinein und nutzte konsequent den Windschatten, um Kräfte zu sparen. Erst am letzten Anstieg rund 30 Kilometer vor dem Ziel zerfiel die Gruppe endgültig. In der folgenden Abfahrt konnte sie noch einmal zu zwei Konkurrentinnen aufschließen und gemeinsam ging es in Richtung Zielgerade.

 

Nach 5:45:41 Stunden erreichte Thomas als Gesamt-77. und 23. seiner Altersklasse das Ziel. Besonders bemerkenswert: Trotz der extremen Bedingungen war er damit rund fünf Minuten schneller als noch im Vorjahr. Annika überquerte nach 6:18:55 Stunden die Ziellinie und sicherte sich mit Rang 9 gesamt sowie Platz 3 ihrer Altersklasse ein herausragendes Ergebnis.

 

Besonders freut uns das starke Comeback von Annika. Nach einer langen gesundheitlich bedingten Pause direkt wieder eine Top-10-Platzierung auf einer derart anspruchsvollen Marathonstrecke einzufahren, verdient höchsten Respekt. Gleichzeitig bestätigt Thomas einmal mehr seine konstant starke Form und zeigt mit seiner Leistungssteigerung gegenüber dem Vorjahr, dass sich kontinuierliche Arbeit auszahlt.

 

Ein langer Tag im Sattel, eine echte Hitzeschlacht und zwei starke IMPULS-Auftritte im Herzen des Salzkammerguts.


Thomas

200 km | 2486 hm

05:45:41.6

Overall: 77| AK: 23


Annika

200 km | 2486 hm

06:18:55.7

Overall: 9| AK: 3



Kommentar schreiben

Kommentare: 0