clevere Renneinteilung gleichermaßen forderte.
Nach dem Start rollte das 220-Mann starke Feld zunächst zügig aus St. Vigil, ehe es direkt in den ersten langen Schotteranstieg zum Rit-Pass ging. Christoph fand schnell seinen Rhythmus und arbeitete sich Position um Position durch das stark besetzte Lizenzfeld nach vorne. Schließlich schloss unser Athlet zu einem jungen Chilenen auf. Gemeinsam kurbelte das Duo dem höchsten Punkt des ersten Anstiegs entgegen und erreichte mit zwei weiteren Fahrern die Passhöhe. An der ersten Verpflegung musste unser IMPULS-Pilot allerdings einen kleinen Dämpfer hinnehmen. Um etwas Gewicht zu sparen, war er bewusst nur mit einer Trinkflasche ins Rennen gegangen. Da die Wechseltrinkflaschen selbst aufgenommen werden mussten, kostete ihn das wertvolle Sekunden und den Anschluss an seine Gruppe. Davon ließ sich Christoph jedoch nicht aus dem Konzept bringen. Auf der anschließenden Freeride-Abfahrt zeigte er sein ganzes fahrerisches Können. Mit viel Flow, einer sauberen Linienwahl und hohem Tempo surfte er durch Anlieger, Wellen und schnelle Richtungswechsel – eine Abfahrt, die mindestens genauso viel Fahrtechnik wie Mut verlangte.
Im Tal gelang es unserem Athleten, die Lücke zum Chilenen wieder zu schließen. Gemeinsam hielten beide das Tempo auf dem leicht ansteigenden Flowtrail in Richtung Tamersc hoch, ehe eine schnelle Trailabfahrt zurück ins Tal führte. Von dort begann der lange Kampf um jeden einzelnen Höhenmeter. Ab Kilometer 40 machten sich die schwindenden Flüssigkeitsreserven bemerkbar. Christoph musste das Tempo kurz dosieren, tankte an der Verpflegung am Furkelpass mit einer Cola und einer frisch gefüllten Trinkflasche neue Energie und fand anschließend sofort wieder in seinen Rhythmus. Über Schotterpisten, kurze Trailpassagen und steile Rampen arbeitete sich unser IMPULS-Pilot Meter für Meter dem Kronplatz entgegen. Doch selbst dort war das Rennen noch nicht entschieden. Während für die Fahrer der Classic-Distanz bereits das Ziel wartete, schickte die King-Strecke unseren Athleten zunächst noch einmal über den Furcia Trail rund 500 Höhenmeter bergab. Anspruchsvolle Anlieger, ruppige Passagen und schnelle Richtungswechsel verlangten höchste Konzentration, bevor der finale Schlussanstieg die letzten Körner aus den Beinen zog. Mit einer starken Mischung aus Ausdauer, Fahrtechnik und cleverer Renneinteilung kämpfte sich Christoph bis zur Ziellinie und durfte sich am Ende über einen starken 25. Gesamtrang in einem hochklassig besetzten Starterfeld freuen. Besonders beeindruckend: In der Hobbywertung sprang ein hervorragender 2. Platz heraus – ein weiteres starkes Ergebnis für das Radteam IMPULS.
Einen kleinen Wermutstropfen gab es an diesem Wochenende dennoch. Teamkollege Basti musste das Rennen nach einem Sturz auf der ersten Abfahrt mit einer Schnittverletzung am Knie vorzeitig beenden. Umso mehr hoffen wir, dass er schon beim nächsten Mountainbike-Einsatz in Ischgl wieder mit uns an der Startlinie stehen kann.
Christoph
64 km | 3150 hm
3:57:33,2
Overall: 25 | Hobby: 2





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